Kensington: Kleinstadt-Flair mitten in Melbourne

Sein wir ehrlich: Außer dem Namen hat Kensington, Melbourne, nichts gemein mit der noblen, up-market SchwesterHistorischer Viehmarkt in Kensington Kensington, London. Melbournes Kensington ist das einstige Arbeiterklassen-Aschenputtel, ehemalige Zuhause Melbournes größter Schlachthäuser und staubigster Viehmärkte. Londons Kensington ist die vom Königshaus verwöhnte, wohlhabende Prinzessin, die vom ehrwürdigen Natural History Museum und prächtigen Kensington Palace hofiert wird.

Vom Arbeiterviertel zum Hotspot

Kensington ist nicht gleich Kensington, schon gar nicht, wenn das eine im feinen England und das andere im rauhen Australien liegt. Dennoch: So sehr ich das gepflegte, britisch-snobby Kensington liebe, so sehr mag ich den „Underdog“ hier in Melbourne, der zu Recht immer mehr Menschen anzieht und unter Immobilienhändler als einer der Spots in Victoria gehandelt wird. Und das, auch wenn das Melbourner Kensington den Touch der Arbeiterklassen Hot noch immer nicht verleugnen kann und meilenweit von Edelsuburbs wie Kew entfernt ist – Kew sowohl hier in Melbourne als auch in London.

Kein Mangel an Cafes in Kensington
Schlachthäuser und Viehmärkte sind zwar längst gewichen. Doch nicht allein das riesige um 1900 gebaute Younghusband Pty Ltd Wool and Grain Gebäude aus rotem Backstein im Stil des “Federation warehouse” und die von der Housing Commission in den 60er Jahren gebauten High Rise Flats (Sozialer Wohnungsbau zu gut Deutsch) in der Altona Street zeugen noch von der starken Arbeiter-Geschichte und bis heute anhaltenden, wenn auch schwächer werdenden Einfluß auf Kensington.

Mehr als ein Kensington

„Typischer Industrie-Charakter“ mag jeder denken, der den Stadtteil vom benachbarten Footscray kommend die Kensington Road entlang entert. Der große Bad- und Küchen-Kacheln-Großhandel, der mit großen Lettern an denZeitgenössisches Wohnen in Kensington Scheiben seines langweiligen Schauraums den großen Sale verspricht, läßt kaum vermuten, daß sich nur wenige Meter weiter ein komplett anderes Kensington zeigt.

Eines mit an Deutschland erinnernder, moderner Wohnarchitektur, ansprechendem Neubauviertel samt einladenden Grünanlagen und kinderfreudlichen Spielplätzen.  Riesiges, grünes Football Oval vor der Haustür ebenso wie dem modernen Kensington Pool, der hervorragend vom YMCA gemanagt wird.

Doch damit nicht genug. Wer in die Macauly Street Richtung North Melbourne einbiegt, der entdeckt das nette kleine Herz Kensingtons mit der üblichen kleinen Einkaufszeile: Post, IGA, $ 2 Shop, Hairdresser, Real Estate Agents, Pubs, guten Restaurants sogar mit TG Friday`s.

Kurz vor dem Bahnübergang kreuzt die Bellair Street und lädt ein in ihre etlichen, kleinen Cafes – ein jedes mit eigenem Charakter. Nicht zuletzt sind sie es gemeinsam mit kleinen Boutiquen, die Kensington mehr und mehr zum Treffpunkt sowohl für Locals und Melbournians aus weiter entfernten Stadtteilen werden lassen.Kensingtons Bellair

Liebenswert “residential”

Hier findet man sie noch, Alleen von Akazien-Bäumen mit netten „Victorian Terracehouses“, erbaut um 1890, die zu Spaziergangen einladen und easy going Lattes.  Das ist das liebenswerte, „residential“ Kensington, das sich seinen eigenen, netten Kleinstadt-Character bewahrt hat, ohne von dem zwei, drei Minuten entfernten geschäftigen City Centre geschluckt worden zu sein. Allein acht Parks findet man im grünen Kensington, die etwa sieben Prozent der zwei Quadratkilometer einnehmen, die Kensington und seine rund 9 000 Bewohner bewohnen.

Die Akazien, kleinen Sträßchen auf dem Kensington Hügel, der den BlickBlick auf Stadtzentrum von Kensington aus auf das Stadtzentrum gewähren, die Mischung aus Industrie, modernen und alt gewachsenen Wohngebieten sowie einer angenehm gemischten Bevölkerung aus alt und jung sind es, die mir Melbournes Kensington so symphatisch machen.

Radfahren ist beliebt

Wer hier lebt, ist übrigens gut an öffentliche Verkehrsmittel angeschlossen. Es gibt drei Bahnstationen: Kensington, South Kensington und Macaulay Station plus Straßenbahn und zwei Buslinien. Viele Kensingtoner fahren außerdem mit dem Rad, wenn sie im City Centre arbeiten.

kensingtons Bahnstation
Es gibt zwei Primary – eine staatliche sowie eine katholische – und eine Secondary School und diverse Childcare Centre. Wer im Sommer das Freibad liebt, für den ist der North Melbourne Pool gleich um die Ecke. Und für alle Footy Fans: Sollten die Kangeroos in Melbourne bleiben – auch ihre „Home“ ist für ihre Fans nicht weit.

Kensington, Melbourne, ist keineswegs so „sophisticated“ wie Kensington, London. Muß es auch nicht. Auch so ist der Stadtteil liebens- und wohnenswert, für Singles, Paare und Familien mit großen und kleinen Kindern! Thumps up for Kensington!


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Historisches Photo und weitere Informationen von https://www.enet.org.au/historyonline/saleyards/newmarketsaleyards.html

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