Alternativ, cool, hip, kunstvoll: Fitzroy

Einer der bekanntesten Stadtteile Melbournes ist Fitzroy. Zentral gelegen ist er Zuhause von vollen Studenten und ein wenig alternativ angehaucht. Besonders seine veganen oder vegetarischen Restaurants ziehen viele Menschen an.

Retro trifft auf Design

Brunswick StreetBrunswick Street ist warscheinlich die trubeligste Strasse von Melbourne, und man kennt die Stadt nicht, wenn man hier nicht war. Hier gibt es das beste Essen, die skurrilsten Läden, die interessantesten Leute und die coolsten Klamotten. Besonders in den Häuserblocks rund um die Kreuzung Johnson Street hat sich ein spannender Mix aus Boutiquen mit junger Designermode und Mode im Retrostil, Buchhandlungen, Galerien, Gärtnereien, Antiqitätenläden und Pubs entwickelt. Hier gibt es die höchste Kneipenkonzentration in Victoria. Fitzroys zahlreiche Pubs und Bars zeugen von einer langen, reichen Trinkkultur. Die besten Trefferquoten hat man in und um Brunswick Street.

Blumenladen Brunswick StreetEin Schnäppchen gefällig? Ob Secondhandklamotten, kunstvolle Haushaltswaren, handgemachten Schmuck oder auch nur ein bunter Strauss Blumen. Fündig wird hier jeder. Oder man mache es wie die koffeinsüchtigen Einheimischen und schlürft ein paar Milchkaffees auf der Brunswick Street. Auch auf der Restaurant-Checkliste eines jeden Melbourne-Besuchs sollte sie stehen. Hier gibt es coole Cafés, Restaurants and künstlerisch aufgemachte Bars. Mit Frühstück zu jeder Tageszeit wird Fitzroy seinem Ruf als “The Land of Breakfast” gerecht. Sich durch alle Cafes und Restaurants durchzufuttern bräuchte Jahre. Die Atmosphäre ist gleichzeitig alternativ, schick, studentisch und künstlerisch angehaucht – ganz anders als vor nicht allzu langer Zeit, als diese Gegend ein ziemlich raues Pflaster war.

Grunge Look und Hochglanzfassaden

FitzroySmith Street ist die Grenze zwischen Fitzroy und Collingwood (mehr Informationen zum Stadtteil Collingwood finden sie hier). Sie hat wunderbare Lebensmittelgeschäfte, Buchhandlungen, Pubs und Restaurants. Einschliesslich einiger guter vegetarischer Restaurants, und obendrein noch ein paar Vietnamesische Bäckereien. Der etwas heruntergekommene Look der ganzen Gegend tut nach den Hochglanzfassaden der Brunswick Street richtig gut – auch wenn die riesigen Klamottendiscounter nördlich der Johnston Street den Grunge Appeal etwas schmälern.

Tapas und Samba locken die Besucher

Wer es Spanisch liebt ist in Johnston Street richtig; Melbournes Spanischem Viertel mit einer Vielzahl an Tapas- und Flamencobars. Jedes Jahr, zum ’Hispanic-Latin-American Festival’, wird die Strasse für zwei Tage gesperrt, und heisse Samba-Rythmen und Paella locken dann die Besucher. Kein Wunder, dass Fitzroy auch Schauplatz des alternativen ’Melbourner Fringe’ Festivals, des ’International Comedy Festivals’ und des ’Next Wave Festival’ ist.

Tipp gegen Stress: Fitzroy Gardens

Fitzroy GardensDie Fitzroy Gardens zwischen Stadtzentrum und East Melbourne dienen gestressten Städtern als grüne Lagune. Grandiose ulmengesäumte Alleen machen den Park zu einer beliebten Location für Hochzeiten. Im Zentrum des Parks gibt es Farngärten, Brunnen und ein Café. Neben dem Kiosk stehen ein Tudor-Dorf im Miniformat und der geschnitzte Fairies-Tree, den der Schriftstellerin Ola Cohn 1932 gestaltete. Die bemalten Schnitzereien rund um den Baumstumpf zeigen Feen, Kobolde und Kängurus. In der Nordwestecke kann man einen Rundlauf auf dem Peolpe’s Path machen, der mit 10.000 individuell gravierten Ziegelsteinen gepflastert ist.

Captain Cook's Cottage Captain Cook´s Cottage (Erw./Kind 4/2 $, geöffnet 9-17 Uhr) ist das Elternhaus des berühmten englischen Seefahrers aus Yorkshire. Es wurde dort abgebrochen, nach Melbourne verschifft und 1934 Stein für Stein rekonstruiert. Das Cottage ist so eingerichtet, wie es um 1750 herum ausgesehen haben mag, komplett mit hangezimmerten Möbeln und zeitgenössischer Ausstattung.
Das 1928 erbaute Gewächshaus (Eintritt frei, geöffnet von 9-17 Uhr) in der Nähe sieht von aussen etwas heruntergekommen aus, aber drinnen gibt es phantastisch schöne Blumen und Regenwaldatmoshäre.

Klein, aber Oho

Grafitti FitzroyMit seinen 20 km² und knapp 71.000 Einwohnern ist Fitzroy der kleinste Stadtteil Melbournes und Zentrum der zeitgenössischer Kunst. Seit über 20 Jahren herrscht in den Gertrude Contemporary Art Spaces (200 Gertrude Street, geöffnet: Di-Fr 11-17.30 Uhr, Sa 13-17.30 Uhr) Hochbetrieb: ein nicht kommerzielles Kunstforum mit Galerien und Ateliers, das junge Künstler unterstützt. Kunstbegeisterte bekommen hier das ganze Jahr über tolle Ausstellungen zu sehen. Aber auch Kunst der anderen Art hat Fitzroy zu bieten: Graffiti. Die Sprayereien finden sich fast an jeder Strassenecke in den aufregendsten Formen und Farben.

Weg von der Kunst, hin zum Sport: Der Fitzroy Swimming Pool (Alexandra Parade, Erw./erm. 3,80/2,20 $, geöffnet November bis März), ist ein nettes Freibad mit 50 Meter-Becken, das erst kürzlich vor dem Zugriff der Baulöwen gerettet wurde. Und es ist einen Besuch wert.

Fitzroy als Weltkulturerbe

Fitzroy Auch Fitzroys Architektur ist erwähnenswert. In Melbournes ältestem Stadtteil befinden sich ein paar der schönsten Gebäuder der Victorianischen Bauära Melbournes. Einige davon gehören zum Weltkulturerbe und beinahe der gesamte Stadtteil steht unter Kulturschutz.

Wie man hinkommt? Am besten mit der Tram. Zuglinien gibt es in Fitzroy keine. Die näheste Station ist Rushall in North Fitzroy, Collingwood oder Parliament Station. Der Stadtteil ist jedoch mit drei Trambahnlinien erschlossen: Route 86 (Bundoora-Docklands), Route 96 (East Brunswick-St Kilda) oder Route 112 (West Preston-St Kilda).

Ein Besuch in Fitzroy ein Muss. Für alle die noch keinen Fuss in den hippen und etwas anderen Teil von Melbourne gesetzt haben. Denn wer schon hier war, den zieht es ganz von selbst immer wieder dorthin zurück.

Copyright by www.deutscheinmelbourne.net

Bilder: Katrin Aumann

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