Adele Schonhardt: Vom Festspielhaus Baden-Baden zur Direktorin der neuen Melbourne Digital Concert Hall – Rettung für Australiens Kunstschaffende & ihr Publikum

Adele Schonhardt, Australierin, die in Deutschland gelebt hat, und Chris Howlett haben MDCH gegründet

Adele Schonhardt und Chris Howlett können stolz sein. Kommenden Freitag, 27. März, feiert die von ihnen gegründete MDCH – die Melbourne Digital Concert Hall – Geburtstag. Seit einem Jahr ist die Not-for-profit-Organisation die lebensnotwendige “life line” für Kunstschaffende im klassischen Musik-Bereich in ganz Australien, denen COVID die Auftrittsmöglichkeiten raubte.

Was für einen Kraftakt die beiden dabei gestemmt haben, wieviel Courage, ausgeprägtes Verantwortungsgefühl, Mut zur Innovation und schlaflose Nächte dafür notwendig waren, erzählt Adele DiM-Gründerin Claudia Löber-Raab.  Für sie hat Adele, die mit ihrem deutschen Mann Marc Schonhardt viele Jahre in Deutschland gelebt und am Festspielhaus Baden-Baden gearbeitet hat, die vergangenen 365 Tage Revue passieren lassen und erzählt, wie sie mit Chris als “digital enabler” ein eingefahrenes System fairer revolutioniert und  Zuschauern in aller Welt ein ganz neues Konzerterlebnis ermöglicht.

Freunde und Kollegen verlieren den Job. Was tun?

Adele Schonhardt erinnert sich genau an den entscheidenden Moment, der DMCH ins Leben rief: “Es war am einem Sonntag Morgen. Ich war am Telefon mit Chris Howlett und unsere Kids haben im Hintergrund gespielt. Chris ist ein Freund von mir. Wir arbeiten schon lange zusammen, vor allem beim klassischen Community Radiosender 3MBS, wo ich Chair of the Board bin und er vor mir war. Wir haben gesagt, wir können hier nicht sitzen und zuschauen, wie unsere Freunde und Kollegen ihren Job verlieren. Aber was können wir tun?”

Das war fast auf den Tag genau vor einem Jahr im März 2020. Adele arbeitete damals mit dem australischen Unternehmen Musica Viva, einer der größten Veranstalterinnen der Welt für Kammermusik. Hier war die Melbournerin als Media und Public Affairs Managerin tätig. Eine Position,  die Adele,  die ein Studium der klassischen Musik am renommierten Melbourne Conservatorium of Music absolvierte, angetreten hatte, als sie ihr MBA-Studium an der UNSW- Australian Graduate School of Management in der Tasche hatte.

Adele Schonhardt

Chis Howlett war Executive Producer der Australian International Opera Company – einer von ihm gegründeten Firma, mit der er jährlich über 150 Konzerte inklusive Opern, Dramen, Recitals und Musik-Theater nach China brachte und somit Australiens größter Exporteur klassischer Musik in dieses Land.

Keine Hoffnung und keine Aussicht auf Job Keeper

Adele Schonhardt war es möglich eine Streaming Company für die Übertragungen aus Melbourne zu finden

Die Betonung liegt auf “war”. Mit Ausbruch von COVID-19 in China, hatte das Drama, dass für Kunstschaffende in Australien gerade Gestalt annahm, für Chris und sein Team bereits begonnen. Mit Lockdowns und damit verbundenen Schließungen von Theatern und Konzertsälen in China war ihre berufliche Existenz bereits komplett ausgemerzt.

“Ich habe schon so lange in der Branche gearbeitet, dass ich viele Freunde und Bekannte habe, von denen ich gesehen habe, dass sie keine Hoffnung mehr hatten, weil sie alles abgesagt bekamen und nicht wußten, wie es weiter gehen sollte,” erinnert sich Adele und fügt erklärend hinzu: “Es ist so in Australien, dass man Job Keeper nur bekommt, wenn man ein Jahr lang in der gleichen Firma gearbeitet hat. Das heißt, viele Kunstschaffende konnten das nicht bekommen. Es sah ganz, ganz schlimm aus Mitte März für unsere Kollegen und Kolleginnen.”

Es muss schnell etwas passieren – Das ist eine Krise

Für die Adele und Chris stand fest, es muss etwas passieren. Allerdings: “Wir haben schnell gesehen, dass es in den großen Organisationen, nicht einfach ist, sofort zur Hilfe zu eilen. Sie können nicht komplett die Firma umdrehen und sagen: Jetzt machen wir das und das, um diese Künstler zu unterstützen, weil es zu viele Mitarbeiter gibt, die miteinbezogen werden müssen in Gespräche. Sie können nicht so schnell reagieren,” erklärt Adele.

“Wenn man zum Beispiel, wie wir es gemacht haben, Konzerte online veranstalten will, dann muss man, wenn man eine große Firma hat, mit der künstlerischen Leitung sprechen,” wußte sie. “Man muss mit dem künstlerischen Betriebsbüro sprechen, man muss die Finanzabteilung, das Marketing miteinbeziehen, dann natürlich die Leitung, den Vorstand. Sie müssen auch zustimmen und dann dauert es Wochen, bis man sich geeinigt hat, wie das aussehen soll, wie das Marketing gestaltet werden muss und so weiter. Wir haben aber gesehen, das muss ganz schnell gehen. Diese Leute leiden schon jetzt, sowohl finanziell als auch in ihrem Wellbeing. Das ist eine Krise!”

Kleine Ensembles und Solisten konnten gut fuer MDCH

Als Chris dann die Idee hatte, Konzerte, die bereits vorbereitet waren, ohne Publikum mit einem Livestream zu veranstalten, dafür Karten zu verkaufen und möglichst das gesamte Geld an die Künstler weiterzugeben, war Adele sofort bereit, das Ihrige zu tun, um die Idee Realität werden zu lassen. Ihr war klar: “So können wir vielleicht eine Verbindung schaffen, zwischen dem Publikum und Künstlern vermitteln. Sie können so trotzdem, obwohl keine Zuschauer im Saal sind, ihr Publikum erreichen.”

Plötzlich war dort diese Community, die unterstützte

Adele Schonhardt mit Chris Howlett und Greg Hocking AM

Gesagt, getan. Chris kontaktierte seinen Freund und ehemaligen Kommilitonen Tim Kelly. Tim ist der Gründer von “5Stream“. “Sie sind Weltexperten im Livestreaming, die australienweit und auch international arbeiten. Tim und seine Kollegen haben alle klassische Musik studiert,” erzählt Adele. Viel brauchte es nicht, um Tim davon zu überzeugen, mit von der Partie zu sein und so gründeten Adele und Chris fluchs die Firma “Melbourne Digital Concert Hall”, gestalteten eine einfache Website und legten eine Facebook Seite an.

Adele lacht: “Unser erster Post war: ‘Wir sind MDCH. Wir sind hier, um Künstler zu unterstüzen. Es gibt Konzerte nächste Woche.’ Am nächsten Morgen sind wir aufgewacht und dieser Post ist 105.000 Mal gesehen worden. Es gab viele, viele Kommentare und plötzlich war dort diese Community von Leuten, die uns unbedingt unterstützen wollten. Das war unwirklich. Unglaublich.”

Doch was fehlte, war ein Konzert-Venue. Adele: “Wir haben überall angerufen, bei den verschiedensten Konzertsälen in Melbourne und alle haben gesagt: ‘Oh, das ist ein bisschen schwierig. Wir müssen mit den Abteilungen sprechen, und es war zu schwer oder zu teuer.” Nur einer war augenblicklich dabei: Greg Hocking, AM, einer der drei Direktoren von Melbournes angesehenem Athenaeum Theater. “Er hat sofort gesagt: Ja, klar. Ihr braucht ein Theater. Ihr könnt unseres verwenden. Sofort. Umsonst. So lange, wie ihr es braucht. Ich schließe für euch auf oder schicken eine Kollegen, der auf Job Keeper ist. Wir schaffen das,” berichtet Adele und strahlt als könne sie ihr damaliges Glück noch immer kaum glauben.

Doch Hocking war nicht der Einzige, der an Adele, Chris und ihre MDCH glaubte, die mit rasanter Gewschwindigkeit Form annahm. Warrick Baker, National Sales und Marketing Manager von Kawai Pianos Australia, zögerte ebenfalls keine Sekunde, als das Duo ihn nach einem dringend benötigten Konzertflügel fragte – zur Ausleihe! Warricks Antwort: “Ja, und wo wollt ihr ihn hingeliefert bekommen?”

Zwei Tage später stand der Konzertflügel im Wert von rund $50.000 auf der Bühne des Athenaeum Theaters, eines der schönsten und des ältesten Theaters auf Mainland Australien aus dem Jahr 1839. Genau dort, wo eigentlich 800 Zuschauer und Zuschauerinnen von internationalen Komikern und Komikerinnen während des International Comedy Festivals zum Lachen gebracht werden sollten. Einem Festival, das ebenso wie der Grand Prix eines der Events war, die COVID vom Veranstaltungskalender bließ.

Dankbar: Unsere Karriere haben wir durch Künstler

Das Ergebnis? Nach nur zehn Tagen finden tatsächlich die ersten Konzerte statt: “An dem ersten Wochenende haben wir schon $17.000 für die ersten Künstler verdient mit fünf Konzerten, weil die Leute dahinter standen. Es war unglaublich und wir dachten: Oh, wow! Es gibt einen Bedarf dafür. Vielleicht hat das einen Sinn. Vielleicht sollten wir das weiter machen.”

Aus dem “vielleicht” wurde ein “ganz sicher” spätestens als feststand, dass Melbournes und Victorias Lockdown nicht nur Wochen, sondern Monate dauern würde und in den Sternen stand, wann Veranstaltungsorte jemals wieder öffnen und Kunstschaffende ihren Lebensunterhalt verdienen könnten.

Hunderte von verzweifelten australischen Künstlern kontaktierten die MDCH-Gründer, mit der Bitte auch für sie digitale Events zu organisieren. Chris und Adele arbeiteten fast rund um die Uhr, um den Nachfragen nachzukommen. “Das Schwierigste war, allen gerecht zu werden. Da waren so viele Künstler, die mit uns arbeiten wollten und Unterstützung brauchten,” erinnert sich die Melbournerin. Im Juni dann trifft Adele die Entscheidung ihre sichere Stelle bei Musica Viva zu kündigen, um sich Vollzeit MDCH zu widmen.

Mittlerweile sind Konzerte auch mit einigen Zuschauern in Melbourne möglich

“Ich hätte weiterhin bei Musica Viva bleiben und mein Gehalt verdienen können. Aber ich habe mich damit nicht wohl gefühlt. Das konnte ich nicht machen. Wir haben Riesenglück, unsere Karriere durch diese Künstler und Künstlerinnen zu haben. Da kann man sich nicht einfach zurücklehnen und denken: Super, es geht mir gut und ich kriege weiterhin mein Gehalt, aber die Leute, die eigentlich das Geld für uns verdienen nicht,” sagt Adele.

“Wir existieren für die Künstler, um die Künstler in Verbindung mit ihren Zuschauern zu bringen und wenn es den Künstlern nicht gut geht, muss ich unbedingt was machen. Wir mußten es versuchen und wenn es nicht geklappt hätte, dann hätte es nicht geklappt. Wir hatten nichts zu verlieren.”

237 Konzert mit über $ 1 Million Erlös für Künstler

Ein voller Erfolg ist die Melbourne Digital Concert Hall

Sowohl Chris als auch sie hätten eine große Verantwortung gespürt für die Kunstschaffenden, besonders da beide aufgrund ihres ehrenamtlichen Engagements beispielsweise bei dem Radiosender 3MBS führende Rollen im Kulturbereich hatten.

“Diese Künstler geben jedes Jahr ihre Zeit und Expertise, um unseren Radiosender zu unterstützen zum Beispiel bei unserem Radiothon. Hunderte von ihnen kommen und spielen umsonst und tragen so Geld bei, damit wir weiter senden können. Natürlich haben wir dann eine Verantwortung den Künstlern gegenüber, wenn es ihnen nicht gut geht. Wir müssen für sie eintreten.”

Chris und Adele sind ein gutes Team. Beide hätten unterschiedliche Stärken. Chris, aufgrund seiner Erfahrungen als Leiter verschiedener Festivals und der eigenen Firma, sei für die künstlerische Leitung bei MDCH verantwortlich. Er ist derjenige, der meistens entscheidet, wer wann und wo spielt. Adeles Bereich ist eher das Marketing und das Fundraising, basierend auf ihrer bisherigen Karriere sowie ihrem MBA.

Ergeben haben sich aus dieser fruchtbaren Zusammenarbeit sage und schreibe 237 Konzerte, die die beiden 2020 organisieren konnten, mit Einnahmen in stattlicher Höhe von über einer Million australischer Dollars, die weitestgehend an die Aufführenden verteilt und von denen nach einiger Zeit auch die Streamingservices sowie die Venues mitfinanziert werden konnten.

MDCH: wichtige Rettungsleine auch für Zuschauer

Und das alles mit Aufführungen in strikter COVID-sicher Umgebung in leeren Theater- und Konzertsälen. Adele lacht: “Es war immer ein bisschen komisch, im Theater alleine zu sein. Auch für die Künstler war es sehr fremd, weil sie es gewohnt sind, dieses gegenseitige Verständnis mit dem Publikum zu haben, das nicht da war.”

Auf der anderen Seite hätten sie viel Resonanz von ihrem Online-Publikum bekommen: “Auf unserer Facebookseite und auch durch E-Mails und Messages haben wir nach den Konzerten viele Kommentare bekommen, wie toll es war. Das hat geholfen,” sagt sie.

Leere Konzertsäle und Theater während der Lockdowns in Australien

Apropos Publikum: Schnell stellte sich heraus, dass MDCH nicht nur für Kunstschaffende eine Rettungsleine ist. “Das Tolle daran ist, es gibt eine andere Seite, die genauso wichtig ist: die Zuschauer. Wir haben gelernt, dass es eine Riesengruppe von Zuschauern und Fans von klassischer Musik gibt, die überhaupt nicht in Konzertsäle geht. Und zwar, weil sie regional wohnen oder sie sind ein bisschen älter und wollen abends nicht mehr raus gehen oder sie haben eine Krankheit oder andere Pflegebedürfnisse.”

Für sie sei MDCH unglaublich wichtig geworden, um an der Welt teilzunehmen – und das nicht nur in Zeiten von COVID. MDCH hat eine Telefonhotline für Menschen, die Unterstützung beim Online-Buchen benötigen. Zumeist beantwortet Adele die täglichen Anrufe, darunter sehr bewegende, wie etwa der einer 91-Jährigen, die nicht mehr hinaus kann und allein lebt. “Wir haben jeden Tag Gespräche mit Leuten, die normalerweise nicht im Internet unterwegs sind. Aber sie wollen das versuchen, weil sie diese Künstler lieben und diese Technologie unglaublich toll finden.”

Chance, ein faireres System für Künstler zu schaffen

In dem Athenaeum Theater gehört ein kurzer Chat dazu

Vor kurzem hat NBN ein kurzes Video über MDCH gedreht und Chris und Adele als “Digital Enabler” bezeichnet, da sie Menschen dazu bringen, online zu gehen und sich so neue Welten zu eröffnen. Es ist eine Bezeichnung die Adele trotz aller Bescheidenheit und ihrem Drang, stets andere, vor allem Kunstschaffende ins Rampenlicht zu stellen, sichtlich freut.

Ebenso natürlich wie die erfolgeiche Bewilligung von finanziellen Fördermitteln sowohl von der Bundes- als auch der NSW-Regierung. Kombiniert mit Spenden konnten die beiden Gründer vor kurzem damit eine Teilzeitkraft anstellen, die sie ein wenig entlastet und ein Wachsen von MDCH ermöglichen kann. Im Gegenzug hat sich MDCH verpflichtet, in diesem Jahr 300 Konzerte zu ermöglichen.

“Das wird toll,” freut sich Adele. “Momentan sprechen wir mit Künstlern und Konzertsälen in ganz Australien. Wir arbeiten auch zusammen mit Top VCE Studenten und werden ihre Arbeiten aufführen. Demnächst werden wir ein Konzert mit den Melbourne Youth Orchesters haben und dann können Familienmitglieder, egal wo sie sind, diese Kinder beim Spielen sehen und hören.”

Raumgrenzen und Zeitzonen verschwinden. Adele berichtet von einem Konzert, das von der Tochter, die in Freiburg Deutschland wohnt, mit ihren Eltern in Sydney zur gleichen Zeit zusammen angeschaut wurde. Die Zahlen internationaler Zuschauer steigen und es scheint, als ob Adele und Chris ihren Anspruch eine Plattform zu schaffen, die es Künstlern ermöglicht, ihre Arbeit mit der Welt zu teilen und dafür fair entlohnt zu werden, verwirklichen.

Denn auch besonders Letzteres ist Adele wichtig: “Wir haben ein System geschaffen, das nicht für Künstler gedacht ist und das ist eine Chance, das zu ändern.” Dieses System sei nicht fair aufgestellt für Künstler auf der ganzen Welt, erläutert sie. Beispielsweise würden sie zumeist nur wenige Cent an ihren Spotify Streams verdienen. Wenn man sich eine Konzertkarte kaufen würde, müsse man mit dieser sehr viel bezahlen, was nicht unbedingt den Künstlern diene. “Wenn man zum Symphonie-Konzert geht, zum Beispiel, stehen etwa 60 oder 70 Leute dahinter, die in der Administration arbeiten. Das muss alles bezahlt werden.”

Künstler verdienen bei MDCH mehr als sonst

Das Spannende sei laut Adele, dass die Künstler bei MDCH Veranstaltungen oft viel mehr verdienen würden. Von den $24 für ein digitales Ticket gehen $20 direkt an den Kunstschaffenden.

Seit neuestem gibt es übrigens ein Hybrid Model, das den Besuch der Konzerte für $44 in Person erlaubt, wenn es möglich ist. Sollte man den Termin dann doch nicht wahrnehmen können, genügt ein Anruf bei MDCH und das Ticket kann in einen Online-Zugang verwandelt werden, der grundsätzlich noch 72 Stunden nach dem Konzert offen bleibt.

Grosse Plaene für 2021 hat die MDCH

“Wir wollen unser Programm ausdehen,” erklärt die MDCH Direktorin kategorisch. Die australische Sopranistin Siobhan Stagg, die derzeit in Berlin arbeitet, zählte bereits zu einer der Künstlerinnen, die MDCH im Ausland unterstützte. Lynette Wood, ihres Zeichens australische Botschafterin in Berlin, stellte dazu ihr Zuhause als “Konzertsaal” zur Verfügung.

Möglich sind diese weltweite Streams oder aber die Öffnung zu weiteren Musikstilen. “Wir sind offen dafür,” meint Adele. “Natürlich ist klassische Musik unser Bereich und unsere Expertise. Wir müssten vielleicht Partner finden, die mit uns daran arbeiten, dass wir die richtigen Künstler finden und das richtige Publikum, die wir dann verbinden.”

Doch gibt sie zu bedenken, dass MDCH momentan nur aus Chris, ihr selbst und einer Teilzeitkraft bestehe und gibt zu, dass sie bereits jetzt nahezu rund um die Uhr arbeite. Mit Ausnahmen von Pausen, die sie mit ihren Töchtern Matilda und Kira, die beide unter zehn sind, verbringt. 

Wichtig & wertgeschätzt: Familien-Unterstützung

Adele Schonhardt und Claudia Loeber-Raab

Apropos Familie, Adele ist voller Wertschätzung für ihren Mann. “Marc ist unheimlich toll. Er hat mich schon immer unterstützt. Aber vor allem in diesem Jahr, hat er viel zugepackt und geholfen, weil er eben auch sieht, wie wichtig das ist und was es bewirken kann. Er ist Teil unserer Familie bei MDCH und sehr wichtig und das Gleiche gilt auch für Chrises Frau Elle. Und mir ist es wichtig, damit meine Mädchen auch eine Mutter erleben, die eben so etwas machen kann.”

Trotz aller Arbeit, überwiegen die Highlight für Adele. “Die Zusammenarbeit mit Chris Howlett ist eines. Wir arbeiten wunderbar zusammen und es macht mir jeden Tag Spaß, dass wir helfen können.”

MDCH – eine “life line” also nicht nur für Kunstschaffende sondern auch Kunstliebende, die zu einem komplett neuen, unkomplizierten und faireren Kunsterleben führen kann, das wesentlich leaner und flexibler, angepasst an unseren zeitgenössischen Lebensstil ist. Erfrischend! Bravo MDCH!

Text: Claudia Löber-Raab, Fotos: Courtesy of Adele Schonhardt, Copyright Deutsche in Melbourne 2021, Kontakt und Anfrage: claudia@deutscheinmelbourne.net

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