Deutsches Flammkuchen-Business in Australien: “Ein Abenteuer, das ich niemals missen möchte”

Achtung: Gute Nachricht! Was haben wir sie in Australien vermisst: Elsässer Flammkuchen! Aber: Dank Karin Greenslade, deutsche Entrepreneurin mit Wahlheimat Adelaide, bekommen wir Flammkuchen jetzt direkt nach Hause geliefert! Alle Infos und ein Superangebot hier!

Endlich: Deutsch-französische Flammkuchen in Australien

Karin Greenslade ist “on a mission”: die energie-geladene Pfälzerin ist mit ungebremster Leidenschaft, viel Lust und voller Liebe dabei, in ihrer Wahlheimat Australien eine ganz besondere deutsch-französische kulinarische Spezialität bekannt und beliebt zu machen: Elsässer Flammkuchen oder Tarte Flambée – die herrlich leckeren, knusprig-dünnen Brotfladen, die typischerweise mit Zwiebeln, Speck und Sauerrahm belegt sind.

Flammkuchen! Noch mag der Name des eßbaren, deutsch-französischen Kulturguts Australiern und Australierinnen nicht ganz so leicht von der Zunge rollen. Doch dass sie sich Karins Flammkuchen von Darwin bis Melbourne, von Perth bis Sydney in Bälde liebend gern auf der Zunge zergehen lassen werden, dafür will und wird die quirlige Pfälzerin jetzt sorgen!

Karin Greenslade: Das Unmögliche möglich machen

Kurz schiebt Karin ihre rote Brille, die ihre temperamentvolle Persönlichkeit perfekt unterstreicht, zurecht und lacht. „Wenn ich in den nächsten zwölf Monaten drei bis vier Millionen Flammenkuchen verkaufe, dann bauen wir ein Werk,“ verkündet sie und schiebt nach: „Das heißt, jeder sechste Australier müsste einmal im Jahr einen Flammkuchen essen. Das ist zu schaffen, oder?“

Wer Karin kennt, der weiß, dass diese Frage eher rein rhetorisch ist. Das Unmögliche möglich machen, dafür hat sich die 52-Jährige schon längst einen Namen gemacht! Sich den Traum zu erfüllen, eine Harley Davidson zu besitzen? Zu reisen? Heißluftballon zu fahren?

Kein Problem für Karin! „Nach der Schule wollte ich nicht studieren, sondern schnell Geld verdienen und reisen. Also habe Sekretärin für Tourismus gelernt, nebenher als Studienreisen-Begleiterin für die Deutsche Zentrale für Tourismus gearbeitet, Harley Davidsons verkauft und für einen Job als Ballonfahrerin angeheurt,“ erzählt sie augenzwickend.

Traumjob für die Deutsche: Marketing für Australiens Northern Territory

Als dann ein Job in Frankfurt im Tourismus Marketing für Australien auftauchte, stand für Karin fest: Den muss ich haben. Und das, auch wenn es einige „kleinere“ Hindernisse gab, wie Karin, mittlerweile Mutter der 14-jährigen Zwillinge Max und Tom, zugibt: „Ich wusste weder, was man unter Marketing versteht, noch hatte ich viel Ahnung von Australien, und als ich mich vorstellte, sagte man mir, dass ich aber Italienisch sprechen müsse.“

Karins Reaktion: „Das ist ja kein Problem,“ sagte ich. „Das kann ich innerhalb zwei Wochen lernen.“ Ich war fest davon überzeugt und ich glaube, das hat meinen potentiellen Arbeitgeber so beeindruckt, dass er sagte: Wir versuchen das.“

 Für Karin ging´s dann ab nach Italien, Intensiv-Kurs gebucht, Vokabeln und Grammatik gebüffelt und allez hopp, die neue Marketing-Assitenz der Northern Territory Tourist Commission in Deutschland trat pünktlich ihren Dienst an.

Nicht alles war und ist reines Zuckerschlecken

Reines Zuckerschlecken war´s natürlich nicht: „Wow! Ich hatte keine Ahnung, wo vorne und hinten ist,“ gibt Karin offen zu. „Aber an Selbstbewusstsein hat es mir noch nie gefehlt. Einfach lächeln und gut zuhören. Dann geht es schon irgendwie,“ teilt sie ihr Erfolgsrezept.

Mehrmals im Jahr reiste sie für ihren Job ins Northern Territory und entdeckte dabei nicht nur Australiens Schönheit, sondern auch noch ihren Mann John. „Damals war er mein Chef. Wir haben als Team so gut zusammengearbeitet, dass ich dachte: den hol ich mir!“ Gesagt, getan. John folgte Karin nach Deutschland und bewarb dort mit Karin zwölf Jahre das Northern Territory.

2006 erblickten die Zwillinge das Licht der Welt. Karin und John zogen in die Pfalz in die Nähe ihrer Familie, kauften ein altes Weingut und eröffneten die Villa Delange, ein Hotel, das nach und nach mit Ausbauten und Hauszukäufen immer größer wurde. „Ich schätze, das macht uns zu Hoteliers irgendwie,“ lacht Karin.

“Und Tschüss” – von Deutschland nach Australien mit Flammkuchen-Ofen im Gepäck

2016 wurde ein längerer Australienaufenthalt beschlossen, damit Max und Tom etwas australische Luft schnuppern können. „Ein Jahr war geplant,“ erinnert sich Karin. „Wir haben einfach alles unserem Team übergeben und sind abgehauen. Sind ja bald wieder da, und ich kann innerhalb 24 Stunden zurückkommen, wenn es sein muss. Und Tschüss,“ lacht sie.

Und genau hier kommen die Flammkuchen ins Spiel! Karin: „Schon ein paar Jahre bevor wir gingen, hatte uns der Eigentümer von Gusto Palatino, dem größten Flammkuchen-Produzenten der Welt kontaktiert. Er hatte gehört, dass ich einen Australier in der Pfalz festhalte und dachte, irgendwann können die beiden den australischen Markt aufbauen.“

Größte Flammkuchen-Hersteller der Welt in Deutschland liefert jetzt nach Australien

Angucken kann man sich das ja mal, dachten sich Karin und John, und tatsächlich waren sie sehr beeindruckt von dem Werk. Bis zu einer Million Flammkuchen am Tag werden dort produziert, die dann in alle Himmelsrichtungen geschickt werden. 

Karins Unternehmergeist meldete sich zu Wort, sagte eindeutig und lautstark „Ja, das machen wir!“ und kurzerhand wurden 20 Gepäckstücke und ein Flammkuchen-Ofen nach Adelaide verschifft, wo Johns Mutter und Schwester wohnen. „Dass ich keinerlei Kontakte und Erfahrungen in der Food-Industrie hatte, hat mich nicht gestört,“ sagt Karin. „Das kommt schon, dachte ich. Hab ja einen Australier an meiner Seite.“

Angekommen in Adelaide wurden erst einmal allerlei Pläne gemacht, aber so richtig in Schwung kam das Flammkuchen-Geschäft nicht. Max und Tom ist es schließlich zu verdanken, dass es angekurbelt wurde. „Mama, wir sind doch hierher gekommen, damit ihr Flammkuchen verkauft. Du sagtest, ihr habt den Traum, hier ein Geschäft aufzubauen. 

Nur deswegen sind wir mitgekommen, haben Land und Schule gewechselt und unsere Freunde Zuhause gelassen. Aber während wir brav in die Schule gehen, sehen wir von euch nur, dass ihre Kaffee trinkt.”

Schwierigkeiten: “Vieles tickt in Australien anders als in Deutschland”

Typischer Fall von Kindermund tut Wahrheit kund! „Wir hatten wirklich noch nichts in die Hand genommen“, gibt die Deutsche mit Wahlheimat Australien zu. „Das ist auch gar nicht so einfach, da ich erst mal lernen musste, wie hier alles tickt. Und eigentlich tickt vieles anders als Zuhause.“ Der Name Flammkuchen war das erste Hinderniss. „Das „ch“ in Flammkuchen war einfach tödlich,“ lacht Karin. Viel zu schwierig zum Aussprechen für viele Australier. Und was sind Flammkuchen überhaupt? „German Pizza?“ „No. It´s not a pizza!“

Irgendwann wurde bei den Greenslades das Geld knapp. „Man kann hier nämlich viel davon ausgeben, wenn man nur Kaffee trinkt,“ lacht Karin herzlich. Kurzerhand meldeten sich die Flammkuchen-Liebhaber auf australischen Festivals an, kauften Regale bei Bunnings, verkleideten sie mit bedruckten Flammkuchen-Schildern liehen sich einen Anhänger von Freunden und los ging’s. 40.000 Flammkuchen aus Deutschland warteten darauf, unter das australische Volk und in australische Bäuchleins zu gelangen.

Lernen mit Lautschrift: “Flama-coosh” ist einfacher für Australier auszusprechen

„Die Festivals waren immer grandios und wir haben viele Fans gefunden. Wenn es ein deutsches Fest war, waren wir die Flammkuchen-Bäcker. Wenn die Franzosen gefeiert haben, haben wir Tarte Flambées gebacken. Inzwischen haben wir uns auf den wirklichen elsässischen Namen besonnen: Flammekueche. Australiern bringen wir das quasi in Lautschrift als „flama-coosh“ bei. Scheint zu klappen,“ erzählt Karin.

Schwierig bleibt jedoch eins, mit dem Karin nicht gerechnet hatte: „ Du überzeugst den Koch eines Restaurants, es auf sein Menu zu bringen. Wenn Du dann das nächste Mal hinkommst, hat er es umgetauft, weil niemand das Produkt kennt: Flueggehoffe, Flamburken, Flampizza, German Pizza …. ahhhhh“, Karin rollt verzweifelt die Augen.

Wenn der Fünf-Sterne-Koch den Flammkuchen verdirbt, weil er ihn nicht kennt

„Wir hatten auch schon den Fall, dass der Chefkoch den Boden mit Joghurt anstatt Sour Cream bestreicht. Furztrocken ist er dann,“ ruft sie noch immer empört. „Dann erklär mal dem Fünf-Sterne-Koch, dass das nicht das ist, was es sein soll. Dann bekommst Du zu hören: Hier in Australien machen wir viele Dinge anders.“ Karin zieht die Schultern hoch. „Und wir haben kein Geld für eine große Marketingkampagne. Also erstmal die Leute zum Probieren bringen, dann müssen sie es unter dem selben Namen mehrmals sehen und erst dann läuft’s.“

Inzwischen sind die Flammekueche in Adelaide in verschiedenen Supermärkten und Deli-Ketten vertreten und einige Weingüter backen fleisig Flammekueche. Auch Hotels und Veranstaltungszentren fragen mittlerweile an. Anna, eine weitere quirlige Deutsche in Adelaide, hat sich kurzerhand entschlossen, Karins Flammekueche auf der Strasse zu verkaufen und in einen Food Van investiert.

78.000 neue Flammkueche auf hoher See Richtung Australien als COVID-19 alles stoppt

Und weil alles lief wie am Schnürchen, bestellten die Greenslades dann weitere 78.000 Flammkuchen-Böden aus Deutschland. Die hätten sie sicher auch verkauft, wäre nicht die Welt, wie wir sie kennen, im März zum Stillstand gekommen. COVID-19 hielt Einzug in unser Leben und schickte die gesamte Welt in einen Lockdown.

Restaurants und Weingüter geschlossen, Festivals abgesagt und die vielversprechenden „Tastings“ im Supermarkt nicht mehr möglich: Flammekueche-Stillstand. Nichts! Und das just in dem Augenblick, in dem 16.000 Kilometer entfernt im Werk in Deutschland die bestellte Ware für den australischen Markt produziert wurde, die sich jetzt auf einem Containerschiff in Richtung Adelaide befindet.

„Zu dieser Zeit hatten wir noch 200 Kartons an Flammkuchen im Kühlhaus sitzen. 10.000 Böden, die wir normalerweise auf Festivals bis Juli verkauft hätten,“ rechnet Karin vor. Plus 78.000 auf hoher See – unbezahlt. „Oh, Mann. Und dann wird dir klar, dass klagen nicht hilft. Es geht Dir nicht alleine so, dass Du am liebsten den Kopf in den Sand stecken möchtest.“

COVID-19 zwingt zum Umdenken und neuem Flammkuchen-Lieferung-Konzept

Rasch wurden die Ärmel hochgekrempelt und nachgedacht: „Wenn jeder Zuhause bleibt, dann liefere ich eben die Böden nach Hause.“ In Adelaide schlug die Idee ein  – die meisten Kunden sind Deutsche. Holter die Polter wurde Johns Sohn, der in Melbourne wohnt und durch COVID-19 seinen Job verloren hatte, ins Boot geholt. Er bekam 60 Kartons geschickt, fand ein Kühlhaus und liefert jetzt in ganz Melbourne frei Haus.

„Das ist nun einer unserer Geschäftszweige geworden, den wir auch nach COVID-19 beibehalten wollen,“ sagt Karin ganz begeistert. „Ich habe nie bezweifelt, dass der Flammkuchen Australien erobert. Ich hab es mir aber auch nicht so schwer vorgestellt, die Australier zu überzeugen, dass sie Flammkuchen mit in ihr Repertoire aufnehmen. Die jetzige Situation hat uns gezwungen, umzudenken und neue Wege zu suchen.”

Was können wir als Deutschsprachige in Australien tun, um Karin zu helfen?

Wie können wir als Deutschsprachige in Australien helfen? Für Karin liegt das auf der Hand: „Die Flammkuchenverbreitung geht am einfachsten über die, die das Produkt schon kennen und lieben. 

Für unsere restlichen Pakete haben wir daher einen unschlagbaren Preis gemacht – wer sich mit ein paar Freunden zusammen tut, kann einen Karton mit 5 Paketen sogar für 50 Dollar kaufen, also $1 pro Boden. Wenn dann jeder seinen gebackenen Flammkuchen in seinen und unseren sozialen Netzwerken teilt, wäre das gigantisch.”

“Auch für Tipps, wo ihr in Zukunft die Flammkuchen gerne kaufen wollt – gebacken oder als Teiglinge – wären wir total dankbar. Insidertipps sozusagen. Vielleicht mag ja sogar jemand selber Flammekueche verkaufen, auf einem Markt, oder auf Festivals, sobald das wieder möglich ist. Auf unserer Website haben wir eine ganze Reihe an „Reseller-Paketen,” sagt Karin Greenslade.

Kein Bereuen für Karin: “Es ist ein Abenteuer, welches ich niemals missen möchte”

Flammkuchen-Business in Australien – gab es jemals eine Zeit, zu der Karin diesen Schritt bereut hat? “Nein, ich bin nun 52 und hätte nicht gedacht, dass ich mich nochmals ins kalte Wasser werfe, etwas ganz Neues tue in einem Land, welches nicht das meine ist. Es ist nicht einfach, man könnte manchmal alles hinwerfen, aber ich hab den Blick nach vorne und weiss, dass es einschlägt. Unsere Zwillinge und nun auch James, der Sohn meines Mannes, ist mit im Business. Sie glauben daran und sind sich sicher, dass wir es schaffen. Es ist ein Abenteuer, welches ich niemals missen möchte.“

Wer jetzt Lust auf Flammekueche bekommen hat, sollte rasch jetzt bestellen ganz einfach unter www.tartegourmet.com.au

Deutsche in Melbourne drückt Karin, John, Max, Tom und James mit diesem Advertorial fest die Daumen. Übrigens, unser Gefrierfach ist bereits gefüllt mit Flammkuchen! Bon Appetit!

Advertorial written by Claudia Loeber-Raab, claudia@deutscheinmelbourne.net, Fotos: Courtesy of John & Karin Greenslade

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