Lockdown Tag 11: Zeit zum Sortieren und Kreatives – Krisentipps von Chantal Imbach, Schweizerin in Melbourne

Chantal Imbach ist Schweizerin in Australien

Tag 11 des Melbourne Lockdown 2.0. Mittlerweile hat uns allen das DiM42-Projekt gezeigt, wie vielfältig, breitgefächert und interntional die Deutsche in Melbourne-Leserschaft und Community ist, die in Melbourne aber auch weit über Melbournes Stadt- und Australiens Landesgrenzen lebt und aktiv hier am Geschehen teilnimmt. Von der deutschstämmigen Brazilianerin bis zur deutschen ehemaligen Melbournerin in München.  Sie alle haben bereits ihre ganz persönlichen Tipps zum besseren Managen des zweiten Lockdowns sowie Krisen allgemein geteilt, und damit – so zeigt das Feedback – vielen in der Community zu helfen.

Und natürlich gehören auch deutschsprachige Schweizer in Australien zu unserer Leserschaft wie beispielsweise Chantal Imbach, die in einem kleinen Dorf namens Langendorf, das in der Deutschschweiz bei Solothurn liegt, geboren ist und später in Zürich wohnte. “Anfangs war ich nicht sicher, ob ihr mich bei Deutsche in Melbourne haben wollt, aber ich habe mich schnell wohlgefühlt,” lacht die Wahl-Melbournerin, die seit 2007 mit ihrer Familie in Australien lebt, und erst vor kurzem begonnen hat, Deutsche in Melbourne und die dazu gehörende Facebook Site zu lesen. Beruhigt war sie zu erfahren, dass Claudia Löber-Raab, die DiM 2007 gründete, damals nicht das “big picture in mind” hatte und voraus gesehen hat, dass DiM eines Tages so groß werden würde.

Erste Sorge: Zurück zur Online-School

Chantals erste Reaktion als Melbourne wieder in Lockdown ging ist eine, die sie mit höchster Sicherheit mit vielen Eltern teilt: “Mein erster Gedanke oder meine erste Sorge war die Schule. Die Online Schulung unserer beiden Teenager im ersten Lockdown hatte zwar super geklappt, und wir waren sehr beeindruckt wie unsere Schule und das Lehrpersonal das angepackt und umgesetzt hat.

Die meisten Schüler sind im neuen Lockdown in Melbourne wieder auf Online Schule angewiesen

Was allerdings in dieser Zeit wirklich fehlte, waren die sozialen Kontakte. Als dann bekannt wurde, dass wieder auf Fernschule umgestellt wird, war ich nicht sehr erfreut, aber verstehe natürlich die Gründe. Ich denke, wir werden es diesmal anders anpacken und auch darauf achten, dass wir wirklich täglich an die frische Luft gehen und uns fit halten.” Abgesehen davon, hält Chantal diese drei Tipps für den Lockdown für uns bereit, die nicht nur, aber auch für Eltern inspirierend sind:

Fokussieren auf das Positive

Versuchen, auf Positives zu konzentrieren

Mein erster Tipp? Ich finde, dass alles immer zwei Seiten hat, und versuche, mich auf die positive Seite zu fokussieren. Für mich bedeutet das, mich darauf zu konzentrieren, dass ich beruflich gesehen, zu den Glücklichen gehöre, deren Arbeit eher zugenommen hat seit dieser Krise.

Ich bin professionelle Foto-Managerin und helfe den Menschen, Ordnung in ihre Fotos zu bringen. Dadurch, dass viele momentan mehr Zeit haben, ist das Thema sehr aktuell geworden. Ich bin davon überzeugt, dass jeder etwas Positives in seinem Leben finden kann – auch in der jetzigen Situation.

Zeit, endlich mal wieder Kreativ zu sein

Mein zweiter Tipp? Eine positive Seite des Lockdowns für viele ist ja, plötzlich mehr Zeit zu haben. Ich finde zwar nicht, dass man jetzt sofort all diese Zeit mit irgendwelchen Aktivitäten ausfüllen muss. Aber wieso nicht die Zeit nutzen, um etwas Neues zu lernen oder ein Projekt anzupacken, das man schon lange immer mal umsetzen wollte wie beispielsweise Fotos zu sortieren? 

Auch Töpferei Kurse gibt es jetzt online und werden von der in Melbourne lebenden Schweizerin Chantal Imbach empfohlen

Ich selbst habe mich spontan zu einem online Töpfer-Kurs angemeldet und freue mich sehr darauf, endlich wieder einmal etwas Kreatives zu machen.

Frische Luft bringt oft gute Gespräche

Die Imbach-Familie ist aus der Schweiz nach Australien ausgewandert

Mein dritter Tipp? Ein Spaziergang in der Natur und frische Luft hilft immer, die Laune aufzubessern und kostet nichts! Die Kinder finden das zwar todlangweilig, aber wir sind immer alle besser aufgelegt nach ein paar Minuten und oft entstehen gute Gespräche.

Eine Krise ist für mich auch eine Gelegenheit, etwas Positives daraus entstehen zu lassen oder wenigstens etwas daraus zu lernen.” 

Übrigens, da es Chantal und ihrem Mann wichtig ist, dass ihre Jungs, von denen sie sagt, dass sie mittlerweile mehr Australier als Schweizer seien, das Schweizerdeutsch beibehalten und auch Deutsch lernen, nutzt die Familie die moderne Technologie, die es einfacher macht,  deutsche Filme zu schauen und Podcasts zu hören. Gerade jetzt in einer Zeit, in der nicht mehr gereist werden kann. Wer sich gern ein wenig gruselt, kann zum Beispiel die deutsche, preisgekrönte Serie “Dark” auf Netflix schauen. Wer weitere Tipps hat, bitte im Kommentar oder per E-Mail senden an claudia@deutscheinmelbourne.net.

Copyright Deutsche in Melbourne 2020

 

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