Maskenpflicht jetzt in Melbourne, Mitchell Shire und Mornington Peninsula vielversprechend wie deutsche Studie zeigt

Masken sind jetzt Pflicht in Melbourne

Eine Minute vor Mitternacht am heutigen Mittwoch, 22. Juni, der 484 COVID-19 Fälle zu verzeichnen hat, setzt sie ein: die Maskenpflicht für die Gebiete Victorias, die seit zwei Wochen wieder im Lockdown der Stufe 3 sind. Laut einer deutschen Studie, die wir näher vorstellen, könnte das der Durchbruch sein, was das Eindämmen der Verbreitung des Virus angeht. Was bedeutet die Maskenpflicht nun für uns?

Im großen und ganzen das Folgende: Jeder, der über zwölf Jahre ist und in Melbourne, dem Mitchell Shire oder auf der Mornington Peninsula lebt, muss eine Maske tragen, sobald das Zuhause verlassen wird. Ausnahmen sind medizinisch zu begründen oder aber heftige sportliche Aktivitäten wie beispielsweise Jogging.

Für Schüler und Schülerinnen, die noch immer zur Schule gehen oder gehen müssen, da sie nicht von Zuhause aus lernen können, gilt: Tragen auf dem Weg von und zur Schule und in der Schule. Genauere Informationen gibt es hier. Was es bringt? Eine Studie aus Deutschland zeigt: eine ganz Menge! Wir geben ausserdem Tipps, wo sie zu erhalten sind und wie man sie selbst machen kann.

Jena wesentlich früher als Melbourne

Jena, Thüringens zweitgrößte Stadt, war Vorreiter in Deutschland: Als erste deutsche Großstadt hatte die Universitätsstadt bereits am 6. April 2020 das Tragen eines Mund-und-Nasenschutzes zur Pflicht gemacht. Dies geschah nachdem das renommierte deutsche Robert Koch Institut nach Beobachtungen der Krise in Asien, dies empfohlen hatte. Kein Wunder, dass Wissenschaftler, die Infektionszahlen in Jena besonders beobachteten, sie mit anderen vergleichbaren Orten verglichen und sich auf die Daten stürzten, die zeigen sollten, ob Jenas Stadtväter und -mütter die richtige Entscheidung getroffen hatten. 

In Deutschland gab es gute Erfolge mit Masken, die jetzt auch in Melbourne eingeführt werden

Im vergangenen Monat ist sie nun endlich erschienen, die Studie von vier Wissenschaftlern von vier verschiedenen Universitäten: Timo Mitze University of Southern Denmark, Sønderborg, Reinhold Kosfeld,  Universität Kassel,  Johannes Rode, TU Darmstadt und Klaus Wälde, Johannes Gutenberg Universität, Kassel. Der Titel ihrer Veröffentlichung zeigt gleichzeitig des Ergebnis: “Face Masks Considerably Reduce COVID-19 Cases in Germany: A Synthetic Control Method Approach.” 

Meinung über Masken geändert

Genauer gesagt fanden die Wissenschaftler dass die Anzahl der registrierten COVID-19 Fälle zunächst zwischen 2.3%  und 13% abnahm nach zehn Tagen nachdem die Maskenpflicht begann. Noch besser: “Assessing the credibility of the various estimates, we conclude that face masks reduce the daily growth rate of reported infections by around 40%”

Das hört sich vielversprechend an und weltweit hat sich die Mehrheit der Institutionen oder Experten, die zuvor die Maskenpflicht als nicht notwendig ansahen, jetzt dafür ausgesprochen. Darunter übrigens auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die ihre Richtlinien im vergangenen Monat änderte und das Tragen der Gesichtsmasken kategorisch empfiehlt.

Trotz Maske Regeln befolgen

Wie steht es nun um die Masken? Vorab: Nicht nur die WHO warnt davor, dass die Masken ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln und alle Regel, die momentan herrschen, weiterhin befolgt werden müssen.  

Wieder von Zuhause arbeiten muss man in Melbourne

Da momentan Masken heiß begehrt sind – egal ob Einweg oder mehrfach zu verwendende Masken – sind und oft ausverkauft oder bestellt sind, sind derzeit diejenigen am besten dran, die einigermaßen begabt im Nähen sind. Victorias Department of Health and Human Services hat eine Anleitung, die man als PDF herunterladen kann. Es gibt außerdem zahlreiche Tutorial auf YouTube, wie man die Schutzartikel selbst herstellen kann. 

“Any mask is better than no mask”

Folgt dem Beispiel in Deutschland: die australische Stadt Melbourne

Am besten sind Masken mit drei Lagen (siehe DHHS-Anleitung), doch auch Daniel Andrews, Premier von Victoria, sagte in der heutigen Pressekonferenz: “Any masks is better than no mask”. Auch Tücher oder Schals sind akzeptiert. Es ginge um “face covering”, so Andrews. 

Socken können beispielsweise umfunktioniert werden zu Gesichtsmasken wie in diesem YouTube Video gezeigt wird. Kein Stoff und kein Talent zum Nähen? Hier ist ein Anleitung die weder das eine noch das andere benötigt, sondern Papierküchentücher.

Wer lieber bestellen möchte, der muss sich auf Wartezeiten einstellen. Wir haben einige Adressen zusammengestellt, die von kleinen, lokalen Businesses zu größeren in anderen Staaten, haben aber darauf geachtet, das die Masken – so gut es geht – innerhalb Australiens hergestellt werden, um local business zu unterstützen.

Masken gemacht in Australien

Ulo Australia in Melbourne, Victoria

Clementine´s in Melbourne City, Victoria

Megan Park in Fitzroy, Victoria

Kuwai in Fitzroy, Victoria

Sisterworks in Richmond, Victoria

Chestnut Creek Creation in Ferndale, Victoria

 delfina in NSW

Vorbereitet sein auf eine Produktionszeit von 10 bis 14 Tagen plus Versandzeit.

Wichtig bleibt das korrekte Umgehen mit den Masken. Einwegmasken müssen sorgsam entfent werden, damit man nicht in Kontakt gerät mit den Viren, die sich eventuell auf den Masken abgesetzt haben. Mehrfachmasken müssen gewaschen werden nach dem Tragen und entweder augenblicklich ins Wasser oder die Waschmaschine getragen werden. Es empfiehlt sich mehrere von ihnen zu haben und immer eine Ersatzmaske in der Tasche zu haben.

Testen lassen bei geringsten Anzeichen

Wie Premier Daniel Andrews heute bekannt gab, ist ein Grund für die hohe Anzahl an Übertragungen, dass 9 aus 10 Menschen zu lange warten, um sich testen zu lassen und mehr als die Hälfte aller Getesteten beispielsweise einkaufen gehen, ohne die Testergebnisse abgewartet zu haben.

Der beste Weg, die Virusverbreitung einzudämmen bleibt, sich augenblicklich testen zu lassen, sobald man die mildesten Symptome verspürt. Wer sich nicht sicher ist, für den gibt es eine Hotline, die er anrufen kann: 1800 675 398. 

Wer weitere Maskenproduzenten – möglichst lokal – empfehlen kann, einfach in das Kommentarfeld schreiben.

Copyright Deutsche in Melbourne 2020 

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